Palast

Geschichte:
Wie die Wernersdorfer Bleiche oder das Herrenhaus in Waltersdorf zählt auch dieses Herrenhaus zu den Bauten, die durch bürgerliche Kaufherren errichtet wurden. Seit dem 17. Jahrhundert eines der Zentren der Flachsgarnspinnerei und des Lein-wandhandels, weist Schmiedeberg einige ähnliche Bauten in seinem Stadtbiid auf. Unbekannt ist bisher der Auftraggeber des Gebäudes, das um 1730 errichtet und 1746 in einer Grafik des Zeichners Friedrich Bernhard Werner erstmals dargestellt wurde. Die Initialen »E. M.« im Schlussstein des Portals zeugen davon, dass der Bauherr bürgerlicher Herkunft war. Als 1804 eine Plüschfabrik auf dem Gelände dahinter entstand, die ab 1856 als Firma Gevers & Schmidt Smyrnateppiche produzierte, wurde das herrschaftliche Haus integriert und diente als Wohnhaus des Werk-leiters. Seit etwa 1970 unbewohnt, verfiel es zunehmend, bis eine deutsche Familie den Besitz erwarb und als Hotel restaurier-te; darunter die gewölbte Eingangshalle so-wie die mit Holzbalken- und Stuckdecken ausgestatteten Repräsentationsräume.